Nutzen Sie die Chancen, mit innovativen Unternehmen und hervorragenden bayerischen Forschungseinrichtungen in unternehmensübergreifenden Forschungsprojekten praxisorientierte Ergebnisse zur Steigerung Ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu erarbeiten!
Während niedrigqualitative Langprodukte aus Post-Consumer-Schrott mittels Elektrolichtbogen-Schmelzen etabliert sind, stellen Flachprodukte und hochqualitative Langprodukte höhere Anforderungen an chemische Zusammensetzung, Gefüge und Verarbeitung. Diese werden durch unvermeidliche Begleitelemente wie Kupfer, Zinn oder Zink kritisch beeinflusst. Ziel ist es daher, die Auswirkungen dieser Elemente auf Zähigkeit, Umform- und Fügbarkeit, Oberflächengüte und mechanische Eigenschaften systematisch zu verstehen. Dies soll eine wissensbasierte Qualifizierung grüner Lang- und Flachprodukte ermöglichen, die kurz- bis mittelfristig industriell einsetzbar sind. Daraus resultiert eine signifikante Reduktion des CO2-Rucksacks der Downstream-Produkte und damit Wettbewerbsvorteile durch höhere Marktakzeptanz und potenziell reduzierte Kosten bei CO2-Bepreisung.
Die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) ist ein vielversprechender Ansatz, um ökonomischen, regulatorischen und gesellschaftlichen Anforderungen an eine Nachhaltigkeitstransformation gerecht zu werden. Sie bietet das Potenzial, umweltliche Ziele wie Klima- und Ressourcenschutz mit Innovation, Versorgungssicherheit sowie unternehmerischen Chancen zu kombinieren. Soll dies erfolgreich sein, müssen die physische Gestaltung der Produkte nach kreislaufwirtschaftlichen Prinzipien und das zugehörige Geschäftsmodell integriert gedacht werden. Hierzu bedarf es der Entscheidungsunterstützung im Innovationsprozess durch Kennzahlen, die es Entwicklern und Innovationsmanagern ermöglichen, bei ihren Entscheidungen umweltentlastende, aus ökonomischer Sicht vorteilhafte und regulativ konforme Optionen zu wählen. Insbesondere für den Mittelstand existiert eine solche Entscheidungsunterstützung jedoch bislang noch nicht.